Offener Stammtisch
Die Agenda-Gruppe trifft sich an jedem zweiten Freitag im Monat um 19 Uhr am Hundeplatz. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zu kommen.
Der nächste Termin ist der 12.06.2026.
Unwetterwarnung, Fußmassage, Rettungseinsätze, Vogelkunde, etc.
Ostern ist gerade mal zwei Monate her, aber es ist unglaublich viel passiert. Doch zuerst einmal etwas aktuelles.
Am 14.6. findet, wie jedes Jahr, wieder der Gewitterfeiertag statt. Näheres über die Hintergründe erfahrt Ihr hier: Gewitterfeiertag

Und was ist nun seit Ostern so alles passiert?
Der Barfußpfad wurde komplett erneuert. Lasst Euch doch nach einem erfrischenden Fußbad in der Kneippe schön die Füße kitzeln und massieren.


Eine neue Schautafel über heimische Vogelarten ziert jetzt die Zuckerbuckelhütte. Außerdem wurden in allen unseren Hütten Infotafeln über europäische Eulen angebracht. Das wäre doch mal eine Hüttenwanderung wert.


Der Krötenzaun an der Straße Richtung Zell ist mittlerweile abgebaut. Es wurden 121 Feuersalamander, 3 Erdkröten und ein Teichmolch sicher über die Straße gebracht. Das ist leider der niedrigste Bestand seit Jahren.
Und auch in Sachen Rehkitzrettung waren wir zusammen mit der Jagdgenossenschaft wieder aktiv.

Und zu guter Letzt gibt es eine neue Außenstelle für die Obstsorte des Jahres am Hirtenpfad.



Der Frühling ist da
und damit ist auch Ostern nicht mehr weit. Die Vorbereitungen für unser Osterfeuer laufen.

Aber auch sonst waren wir schon fleißig. Beim Erdkühler an der Otts-Hütte gibt es eine neue Sitzgruppe aus eigener Produktion.




Eine neue Schautafel über heimische Amphibien schmückt die Märzenseehütte. Vielleicht lässt sich ja das eine oder andere Tier im nahe gelegenen Amphibienteich blicken.
Und wenn wir schon bei Amphibien sind: Wie jedes Jahr haben wir wieder mit dem NABU zusammen den Krötenzaun an der Straße in Richtung Zell aufgestellt.


Und weil das alles noch nicht reicht und der März so viele Tage hat, tut sich noch was an der Kneippanlage. Da steht jetzt ein hübscher Holztrog, ebenfalls aus eigener Herstellung. Wenn alles fertig ist, wird er mit dem schön kalten Wasser gefüllt werden, das auch die Kneippanlage so erfrischend macht, um die Getränke, die dort auf die durstigen Wanderer warten, zu kühlen.



Das war der Grenzgang 2025
Zum diesjährigen Grenzgang in Weiten-Gesäß konnte Roland Hartmann von der Agenda-Gruppe ca. 150 Wanderer an der Schule in der Dorfstraße begrüßen. Er richtete den Dank der Agenda-Gruppe an Norbert Heinkel von der Freiwilligen Feuerwehr und an Förster Lukas Acker, die den Grenzgang mit ihren Beiträgen unterstützten. Er richtete aber auch den Dank an alle Unterstützer der Gruppe. Wie wichtig Grenzen sind, zeigt sich an der aktuellen Lage in der Welt. Er betonte wie im Gegensatz dazu Weiten-Gesäß in Friede und Einigkeit mit seinen Nachbarn lebt.
Danach übernahm Günther Groh, ebenfalls Mitglied der Agenda-Gruppe, als Wanderführer das Kommando und stimmte die Wanderschar mit einem „Gemoie er liewe Leit“ im Weiten-Gesäßer Dialekt auf die Tour ein. Mit einem Wanderlied ging es Richtung Ottshütte zur ersten Erfrischungsstation. Danach folgte der Grenzgang dem Haakweg talabwärts. Hier hatte die Freiwillige Feuerwehr ihr Feuerwehrauto platziert und Wehrführer Norbert Heinkel sowie sein Stellvertreter Christopher Schlörit erläuterten sachkundig und anschaulich wie Waldbrände entstehen und bekämpft werden. Waldbrandvermeidung stehe jedoch an erster Stelle und ist die Pflicht aller Waldbesucher.
Auf dem weiteren Weg erklärte dann Förster Lukas Acker, wie der Wald für seine Bewohner aussehen sollte. Er zeigte die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen auf und wies auf die negativen Folgen durch die Zerstörung von Lebensräumen, Luft- und Wasserverschmutzung, invasiven Arten, etc. hin. Vor allem ist heute eine nachhaltige Bewirtschaftung gefragt, um die Funktionen des Waldes auf Dauer zu erhalten und gleichzeitig die wirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen.
In der Gemarkung „Hälle“, mit Blick aufs Dorf, erzählte Günther Groh was man in Weiten-Gesäß vor 70 Jahren alles sehen und erleben konnte. Es gab noch viele Bauern, die ausschließlich von der Landwirtschaft lebten und Arbeitsplätze für die Einwohner zur Verfügung stellten. Mit der fortschreitenden Technik in der Landwirtschaft, hier besonders der Einsatz von Bulldogs, veränderte sich für viele die Situation. Mehr und mehr Einwohner hatten Arbeit im nahen Michelstadt und waren nur noch Nebenerwerbslandwirte. Damit einher gab es auch eine fortschreitende Veränderung im handwerklichen Gewerbe und im Einzelhandel. Nach und nach verschwand der Bäcker, der Metzger, der Friseur, der Lebensmittelladen, der Weißbinder, die Tankstelle, usw. Selbst die 6 Gasthäuser haben nach und nach geschlossen. Eine frühe Form des Internets war der „Polizeidiener“ Ludwig Hartmann: er war es, der Informationen des Bürgermeisters durch „ausschellen“ bekanntgab.
Zu den Klängen der Vielbrunner Blasmusik erreichten die Grenzgänger die Freizeitanlage am „Großen Brunnen“. Vor dem dortigen „HolzPALast“ hatte die Agenda-Gruppe den Mittagstisch gedeckt. Es gab leckere Erbsensuppe mit und ohne Wurst und anschließend Kaffee und Riwwelkuche.




